Meine Eltern und Grosseltern

Meine Eltern und Grosseltern waren vielleicht nicht immer hier... In dieser Reihe geht es um die Erarbeitung und Einbettung migrationsgeschichtlicher Aspekte der eigenen Familie.

Dabei soll erarbeitet werden, wo Ursprünge der Familie liegen und wie die Familie sich im mirationsgeschichtlichem Kontext entwickelt hat. Der zu beachtende Zeitraum kann von den SchülerInnen meist bis in die Generation der Gross- oder sogar Urgrosseltern nachverfolgt werden. In diesem Arbeitsabschnitt sollen sich die SchülerInnen daher mit einer systematischen Aufstellung ihrer eigenen Familienmigrationsgeschichte beschäftigen. Zudem sollen sie Gründe für Migration in ihrer Familie erforschen.

Einleitung: Meine Eltern und Grosseltern

Ahnentafel

Die SchülerInnen sollen eine Ahnentafel ihrer eigenen Familie erstellen, in dem sie die jeweils komplexen Familiensituationen- und herkünfte mit aufzeichnen. Die Schaffung einer „Ahnentafel“ bedingt eine eingehende Vorbereitung. Auf Anhieb mag die Auseinandersetzung mit den Familiengeschichten vielleicht unergiebig erscheinen. Die Wahrscheinlichkeit aber, dass zentrale Fragen um die Thematik der Migration aufgestossen werden, ist gross.

Migrationshintergrund

Dieser Vorschlag schliesst sich an die „Ahnentafel“ an. Nun soll der gesamte Migrationshintergrund des Klasse von den SchülerInnen systematisch erstellt und verglichen werden. Um dies zu tun, sollen die entworfenen Ahnentafeln in der Klasse ausgestellt werden und von den einzelnen SchülerInnen jeweils präsentiert werden. Dies kann auch im Rahmen einer Ausstellung passieren, zu der die Familienmitglieder eingeladen werden. Als Hilfe für diese Ausstellung erhalten die SchülerInnen einen Fragebogen.

Migrationserfahrungen

In diesem Abschnitt sollen die SchülerInnen persönlich reflektieren über welche Migrationserfahrungen sie selbst schon verfügen. Manch einer oder eine ist vielleicht aus einem anderen Land zugewandert oder aber einfach nur innerhalb der Schweiz umgezogen. Die Ermittlung des eigenen Hintergrunds soll die SchülerInnen für Migration sensibilisieren und sie mit Gründen des Umzugs konfrontieren. Für die Reflexion steht ein Arbeitsblatt zur Verfügung.

Gründe für Migration

Im Anschluss an die Selbstreflexion über eigenen Migrationserfahrungen im vorangehenden Vorschlag, sollen die SchülerInnen die Erfahrungen und Gründe für Migrationsbewegungen ihrer Familie erforschen. Hierbei kann eine Adaption des Fragebogens eingesetzt und ggf. ergänzt werden, den die SchülerInnen zuhause – sofern die Erziehungsberechtigten einverstanden sind – zur Befragung der Familienmitglieder einsetzen.

Die Rolle der Familie

Dieser Vorschlag knüpft an die beiden vorhergehenden Szenarien an und fragt nach der Rolle der Familienmitgliedern im Herkunftsland. Dabei liegt ein besonderes Gewicht auf die Sichtbarmachung der persönlichen Bindung zwischen den einzelnen SchülerInnen und ihren Familienmitgliedern. Dies zeigt auch die Bedeutung des Herkunftsland für die jeweiligen SchülerInnen auf. Zur Befragung durch die jeweiligen SchülerInnen liegt ein Leitfaden vor, der dabei helfen soll, Erkenntnisse zu gewinnen.